OneDrive einrichten in Windows

Das Einrichten von OneDrive in Windows lohnt sich! So können Lehrer*innen ihre Cloud-Dateien auch bequem per Datei-Explorer verwalten. Dank Synchronisierung auf die Festplatte hast Du Arbeitsblätter, Tafelbilder, Unterrichtspläne, Protokolle und vieles mehr auf verschiedenen Geräten zur Verfügung – auf Wunsch also nicht nur online, sondern auch offline ohne Internetverbindung. Wie Du OneDrive auf Deinem PC mit Windows selbst einrichten kannst und welche Einstellungen Du kennen solltest, erfährst Du in diesem Blog-Artikel.

OneDrive ist auch ein fester Bestandteil von Microsoft 365 Education. In früheren Blog-Artikeln habe ich Dir erklärt, wie Du per Internetbrowser auf OneDrive zugreifen kannst und die Office-Programme auf Deiner Festplatte mit der Cloud verbindest.

Zum Einrichten von OneDrive in Windows musst Du kein zusätzliches Programm installieren: Die Anbindung an die Cloud ist bereits fest im Betriebssystem integriert. Vielleicht bist Du sogar schon mit Deinem Benutzerkonto in OneDrive angemeldet. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Installation und viele weitere Tipps für Deinen PC findest Du gesammelt in meinem neuen Handbuch „Windows 11 für Einsteiger und Umsteiger“.

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In OneDrive anmelden

Ob OneDrive mit Deinem PC verbunden ist, siehst Du am entsprechenden Symbol im Infobereich rechts unten. Bei einem Schulkonto ist die Wolke blau, bei einem privaten Microsoft-Konto ist sie weiß. Wenn noch gar keine Verbindung eingerichtet wurde, erscheint die Wolke durchgestrichen.

OneDrive-Symbol im Infobereich – nicht angemeldet
OneDrive-Symbol im Infobereich – nicht angemeldet

Klicke auf das Symbol, um Dich mit Deinem Benutzerkonto für Microsoft 365 Education anzumelden. Du wirst in einem neuen Fenster nach der dazugehörigen E-Mail-Adresse gefragt, danach natürlich auch nach Deinem Kennwort.

Anmelden in OneDrive mit Benutzerkonto
Anmelden in OneDrive mit Benutzerkonto

Speicherort für OneDrive auswählen

Wo soll Dein Cloud-Ordner eingerichtet werden? Du kannst jetzt einen Ordner auf der Festplatte bestimmen, in dem OneDrive die Dateien synchronisieren soll. In der Voreinstellung des Assistenten ist ein Speicherort in einem bereits vorhandenen Standard-Benutzerordner eingetragen.

Speicherort für OneDrive festlegen
Speicherort für OneDrive festlegen

Wenn Du mit der Ordnerstruktur auf Deinem PC schon vertrauter bist, kannst Du per Klick auf Speicherort ändern auch einen anderen Ordner auswählen. Bei einem Laptop oder Tablet-PC mit begrenztem Speicherplatz auf der Festplatte kann das eine externe Speicherkarte* sein. Auf dem Desktop-PC kannst Du alternativ einen separaten Bereich auf Deiner Festplatte reservieren, eine sogenannte Partition.

Nach ein paar Info-Bildschirmen rund um die Funktionen von OneDrive wird der Cloud-Ordner wie gewünscht erstellt. Du kannst den neuen Ordner im letzten Schritt direkt im Windows Explorer öffnen. Vermutlich ist er noch recht leer oder enthält ein paar Beispieldateien, die Du zuvor in der Web-Oberfläche erstellt hast.

OneDrive-Ordner auf der Festplatte
OneDrive-Ordner auf der Festplatte

Übrigens: Alle Artikel auf dieser Website stelle ich kostenlos zur Verfügung. Ich hoffe, Du kannst von meinem Praxis-Tipps für Schule und Unterricht profitieren. In diesem Blog-Projekt steckt viel Arbeit, Zeit und Herzblut. Vielleicht magst Du mir dafür ja mal einen Kaffee spendieren … ☕😉

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Weitere Einstellungen für OneDrive in Windows 10

Bevor Du OneDrive nun als Speicherort nutzt, empfehle ich Dir noch ein paar Anpassungen. Zu den Einstellungen gelangst Du, indem Du mit der rechten Maustaste auf das Wolkensymbol im Infobereich und dann auf den entsprechenden Eintrag im Menü klickst.

Einstellungen in OneDrive für Windows 10
Einstellungen in OneDrive für Windows 10
  • Damit Deine Dateien jederzeit synchronisiert werden und auf dem aktuellen Stand sind, sollte OneDrive immer automatisch starten, sobald Du Dich an Deinem PC anmeldest.
  • Bei wenig verbleibender Akkulaufzeit schaltet Windows 10 auf Deinem Gerät den Stromsparmodus ein. Um Energie zu sparen, solltest Du dann auch die automatische Synchronisierung vorübergehend anhalten lassen.
  • Mit Benachrichtigungen behältst Du den Überblick über verschiedene Aktivitäten. Du erfährst zum Beispiel vorsorglich, wenn andere (dazu befugte) Personen auf Dateien in Deiner Cloud zugreifen oder wenn viele Dateien auf einmal gelöscht wurden.

  • Die Einstellung unter Dateien bei Bedarf solltest Du nicht übersehen. Nur wenn das Häkchen nicht gesetzt ist, werden Deine OneDrive-Dateien heruntergeladen. Erst dann sind sie offline auf dem PC verfügbar – also auch wenn Du gerade keine Internetverbindung hast, zum Beispiel im Klassenzimmer oder unterwegs in der Bahn. Beachte, dass die Dateien dann auch lokal auf Deiner Festplatte Speicherplatz belegen.
  • Unter dem Reiter Konto siehst Du, wie voll Dein Cloud-Speicher ist und wie viel Speicherplatz Du noch zur Verfügung hast. Außerdem kannst Du festlegen, dass nur bestimmte OneDrive-Ordner offline auf diesem PC verfügbar sein sollen.

Der OneDrive-Ordner verhält sich darüber hinaus wie alle anderen Ordner auf Deiner Festplatte. Du kannst ihn zum Beispiel über den Datei-Explorer öffnen. Alternativ öffnest Du den Ordner auch per Doppelklick auf das Cloud-Symbol unten im Infobereich von Windows 10.


Cloud-Dateien per Explorer verwalten

Du kannst nun beliebige Dateien in diesen Ordner verschieben oder in eigene Unterordner sortieren. Aus jedem Programm heraus kannst Du Dateien im OneDrive-Ordner speichern. Neue Dateien werden automatisch erkannt und in die Cloud hochgeladen. Das kann je nach Internetverbindung und Dateigröße eine Weile dauern. Danach ist die Datei auch in der Web-Oberfläche verfügbar.

Während des Upload-Vorgangs verändert sich das Wolkensymbol im Infobereich rechts unten. Wenn Du einmal auf das Symbol klickst, siehst Du zudem in einer Übersicht den aktuellen Fortschritt.

Synchronisierung mit OneDrive
Synchronisierung mit OneDrive

Gerade bei größeren Dateien kannst Du so prüfen, ob diese komplett auf OneDrive hochgeladen werden. Dass die Synchronisierung problemlos geklappt hat, erkennst Du auch an dem kleinen grünen Kreis mit einem Häkchen an der jeweiligen Datei im Ordner.

Symbol für erfolgreiche hochgeladene Datei
Symbol für erfolgreiche hochgeladene Datei

Wenn Du OneDrive auf weiteren Geräten mit Windows 10 einrichtest, werden neue Dateien auch dort automatisch synchronisiert, also aus der Cloud heruntergeladen. So hast Du sowohl online in OneDrive als auch auf allen Geräten jeweils die aktuelle Version einer Datei zur Verfügung und kommst nicht mit verschiedenen Zwischenständen Deiner Dokumente durcheinander.

Eines solltest Du zu diesem Zeitpunkt noch wissen: Wenn Du Dateien aus dem Cloud-Ordner löschst – egal ob im Online-Portal oder im Datei-Explorer –, findest Du diese noch eine Weile im Papierkorb auf der OneDrive-Website.

Papierkorb in der Web-Oberfläche von OneDrive
Papierkorb in der Web-Oberfläche von OneDrive

Von hier aus kannst Du gelöschte Dateien Wiederherstellen, also zurück in den ursprünglichen Ordner verschieben – oder den Papierkorb leeren und somit alle Dateien endgültig löschen.

Lehrer*innen sollten ihren Computer auch darüber hinaus so einrichten, dass sie produktiv damit arbeiten können. Viele weitere Praxis-Tipps und Beispiele dafür – speziell für Schule und Unterricht – findest Du in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“. Es umfasst 560 Seiten und ist im Rheinwerk-Verlag erschienen.

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2 Gedanken zu „OneDrive einrichten in Windows“

  1. Das ist alles schön und gut auf einem lokalen PC. Wenn sich aber, wie dies in vielen Schulen üblich ist, verschiedene Benutzer auf den PCs einloggen, und man deshalb Roaming Profiles (natürlich mit Ordnerumlenkung) aktiviert hat, wird die Sache kompliziert. OneDrive weigert sich nämlich standhaft, einen UNC-Pfad (z.B. %HOMESHARE%\OneDrive oder %APPDATA%\OneDrive) als Ziel zu akzeptieren, sondern pflanzt sich fett in das Verzeichnis C:\Users\\OneDrive, was automatisch zum Teil des Roaming Profils wird. Dieses wird dann riesengroß, wenn der entsprechende Benutzer sein OneDrive ausnutzt. Lange Einloggzeiten oft in Verbindung mit einer Überlastung des WLANs sind die Folge. Das Internet ist voll von Beiträgen, die diese Verletzung von Microsofts eigenen Regeln beklagen, aber eine Lösung habe ich für das Problem bisher nicht gefunden. Für einige Lehrer habe ich dann den OneDrive-Ordner in das lokale Verzeichnis c:\users\public verschoben. Dadurch wird das Profil nicht aufgeblasen und die Daten werden trotzdem auf der lokalen Festplatte gespeichert. Das ist aber keine allgemeine Lösung.
    Abhilfe verspricht einzig die Speicherung der Profile in virtuellen Disks über die Technik FSLogix. Die Umstellung ist aber auch nicht ganz einfach zu stemmen. Es müssen zum Beispiel alle PCs Windows 10 Education aktiviert haben.

    Antworten
    • Danke für den ausführlichen Beitrag! Auf einen PC, den man sich mit mehreren (Fremden?) teilt, würde ich meine Cloud-Dateien ja generell nicht synchronisieren – aus vielen Gründen und unabhängig davon, dass das kaum praktikabel ist. Für den Zugriff auf die Dateien gibt es dann ja immer noch die Web-App. Diese Anleitung ist eher für den eigenen PC oder Laptop gedacht.

      Antworten

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