Speicher erweitern mit Speicherkarte

Der Speicherplatz auf einem Laptop bzw. Tablet ist begrenzt. Das spürst Du besonders, wenn Du einen mobilen PC als Haupt-Gerät für Schule und Unterricht nutzt. Sobald Du einige umfangreiche Programme installierst und größere Dateien wie zum Beispiel Fotos und Videos speicherst, füllt sich die interne Festplatte schnell. Selbst bei teureren Geräten mit mehr Speicher stößt Du je nach Unterrichtsmaterial irgendwann an Grenzen.

Du kannst den Speicher vieler Laptops und Tablet-PCs mit einer Speicherkarte erweitern, zum Beispiel mit einer SD-Karte* oder microSD-Karte*. Was Du beim Einrichten der Karte unter Windows 10 beachten solltest, erkläre ich Dir in diesem Blog-Artikel.

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Speicherkarte als zusätzliche „Festplatte“

Speicherkarten gelten eigentlich als „Wechselmedien“. Das heißt: Du kannst sie in der Regel beliebig in Deinen Computer einsetzen, wieder herausnehmen und gegen eine andere Speicherkarte tauschen. Ich selbst habe mich dafür entschieden, meinen Tablet-PC* mit einer festen microSD-Karte* auszustatten und den Speicher so dauerhaft zu erweitern. Dabei trenne ich alle Daten konsequent. Mein Konzept ist ganz einfach:

  • Auf der zusätzlichen Speicherkarte landen alle eigenen Dateien, also z. B. meine Downloads, mein synchronisierter Cloud-Ordner und sogar die Inhalte auf meinem Desktop. Auch Videos, die ich als Lehrkraft in meinen Kursen oder als Dozent in Fortbildungen zeigen möchte, haben auf der Speicherkarte* Platz.

Der Vorteil dieser Einteilung: Wenn ich mein Gerät wegen technischer Probleme neu installieren oder wegen eines Hardware-Defekts austauschen muss, sind meine persönlichen Dateien nicht verloren.

Speicherkarte als zweites Laufwerk im Tablet-PC
Speicherkarte als zweites Laufwerk im Tablet-PC

Die separate Speicherkarte mit allen persönlichen Daten kann ich unter der neuen Windows-Installation oder mit einem neuen Gerät direkt wieder verwenden.


Welche Speicherkarten gibt es? Welche sind kompatibel?

microSD-Karten* sind so groß wie ein Fingernagel und von zahlreichen Herstellern zu kaufen – je nach Speicherumfang für wenig Geld. Die älteren SD-Karten* sind deutlich größer und kommen mittlerweile seltener zum Einsatz. Prüfe vor dem Kauf am besten über die Support-Seite Deines Laptop- oder Tablet-Herstellers, welche Art von Speicherkarten unterstützt werden.

microSD-Karten verschiedener Hersteller und Größen
microSD-Karten unterschiedlicher Hersteller und Größen

Die bei Lehrer*innen sehr beliebten Tablet-PCs wie das Surface Pro* und das Surface Go* haben zum Beispiel einen microSD-Kartenleser. Du kannst laut Website „SDXC-Karten mit UHS-I“ verwenden. Solche Bezeichnungen stehen meist für die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte. Nach diesem Kürzel solltest Du dann auch beim Kauf Ausschau halten – auf der Verpackung bzw. im jeweiligen Online-Shop. Mit microSD-Karten* von 32 GB bis zu 256 GB hatte ich bei meinen Geräten bislang keine Probleme. Größere Speicherkarten funktionieren laut einigen Nutzern manchmal nicht reibungslos.


Wo ist der Speicherkarten-Leser überhaupt?

Wenn man es nicht weiß, muss man ein bisschen suchen: Der Speicherkarten-Leser befindet sich bei den meisten Laptops an der Seite. Manchmal steckt der Schlitz hinter einem kleinen Deckel. Bei den Surface-Tablets von Microsoft* findest Du das Lesegerät auf der Rückseite, und zwar geschützt unter dem aufklappbaren Ständer. Die Position spricht m. E. auch dafür, dass häufiges Wechseln der Speicherkarte nicht vorgesehen ist.

microSD-Karte im Speicherkartenleser des Surface Go
microSD-Karte im Speicherkartenleser des Surface Go

Wenn Du die Speicherkarte* in den Kartenleser schiebst, spürst Du meist ein bisschen Widerstand von einer kleinen Feder. Sobald Du diesen Punkt überwunden hast, solltest Du ein Klickgeräusch hören: Die Speicherkarte sitzt jetzt fest und kann von allein nicht herausrutschen. Du kannst sie wieder herausnehmen, wenn Du sie nochmal leicht reinschiebst und damit die Halterung quasi entsperrst.

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Dateisystem NTFS: Viele Vorteile unter Windows 10

Windows 10 sollte Deine Speicherkarte nach dem Einsetzen automatisch als neuen Datenträger erkennen. Jetzt kommt es noch darauf an, mit welchem Dateisystem die SD-Karte* oder microSD-Karte* formatiert ist. Damit es hier nicht zu technisch wird: Das Dateisystem bestimmt quasi, auf welche Weise Dateien gespeichert werden. Bekannte Dateisysteme sind FAT32 und NTFS.

  • FAT32 gibt es schon sehr lange. Das Dateisystem ist weit verbreitet und mit vielen Geräten und Betriebssystemen kompatibel. Größter Nachteil: Dateien dürfen maximal 4 GB groß sein.
  • NTFS ist das modernere Dateisystem und Standard für PCs mit Windows 10. Dateien dürfen bis zu 16 Terabyte groß sein und können sicherer verwaltet werden.

Wenn Du Deinen Speicherplatz dauerhaft erweitern willst, solltest Du das neuere Dateisystem NTFS nutzen. Du kannst die Speicherkarte* vorab entsprechend formatieren: Klicke dazu im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die erkannte Karte, wähle Formatieren aus und stelle als Dateisystem NTFS ein.

SD-Karte formatieren im Windows Explorer
SD-Karte formatieren im Windows Explorer

Alle anderen Parameter kannst Du in der Regel so lassen und den Vorgang dann starten. Achtung: Das Formatieren löscht alle auf der Speicherkarte vorhandenen Dateien. Das sollte nur ein paar Sekunden dauern.


Tipps zum Einrichten der Speicherkarte unter Windows 10

Du kannst den Speicherplatz auf der frisch formatierten Speicherkarte* direkt nutzen und Dateien darauf ablegen. Du findest sie im Windows Explorer als eigens Laufwerk (s.o.). Überlege Dir, welche Ordnerstruktur sinnvoll sein könnte, um Deine Dateien auf der Karte wiederzufinden. Die folgenden Tipps möchte ich Dir außerdem noch mit auf den Weg geben:

  • Wer Deine Speicherkarte stiehlt, hat Zugriff auf alle darauf gespeicherten Dateien. Deshalb solltest Du die Inhalte auf allen Laufwerken verschlüsseln – übrigens auch auf Deinem Gerät selbst. Dafür gibt es unter Windows 10 die Funktion BitLocker. Ich stelle sie Dir in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“ ausführlich vor.
  • Ich habe es oben schon beschrieben: Bestimmte Systemordner lagere ich prinzipiell auf die microSD-Karte* aus, damit sich die interne Festplatte nicht unnötig füllt. Dazu gehören zum Beispiel die Ordner Downloads und Desktop. In meinem Lehrer-Handbuch erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie Du solche Ordner dauerhaft verschieben kannst.
  • Außerdem nutze ich die Microsoft-Cloud OneDrive für alle wichtigen Dateien. Den synchronisierten Ordner für die Offline-Nutzung habe ich ebenfalls auf die Speicherkarte ausgelagert. Eine Anleitung zur Einrichtung und Nutzung von OneDrive findest Du ebenfalls in meinem Buch.
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Wenn Du die Speicherkarte* einmal wie beschrieben eingerichtet hast, musst Du Dich um den Speicherort als solches nicht mehr sorgen. Nun hast Du auf Deinem Laptop oder Tablet-PC viel zusätzlichen Platz für Unterrichtsmaterial aller Art – auch für multimediale Inhalte wie Fotos, Videos und Musik.

Übrigens: Man muss natürlich nicht alle Dateien zwingend auf dem mobilen Gerät unterbringen. Für größere Video-, Foto- und Musiksammlungen bieten sich zu Hause stattdessen andere Speicherlösungen an, zum Beispiel ein NAS (Netzwerkfestplatte)*. Darauf kannst Du dann von allen Geräten im Haushalt aus zugreifen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Speicherkarten als zusätzlichem Speicherplatz gemacht? Welche Tipps kannst Du uns für die Nutzung noch mit auch den Weg geben? Ich freue mich über Deine Meinung als Kommentar unter diesem Artikel!

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