iPad oder Surface: Welches Tablet für Lehrer?

Ich werde oft gefragt, welches Tablet sich denn nun besser für die Schule eignet: Das Surface von Microsoft oder ein iPad von Apple? Die Lehrerinnen und Lehrer in meiner 👉🏻 Online-Community berichten mir ganz Unterschiedliches aus ihrem Schulalltag. Ihre Erfahrungen mit den Geräten habe ich in den vergangenen Tagen gesammelt und stelle sie in diesem Blog-Artikel gegenüber.

Meine Übersicht soll keine Produkttests oder eine Produktberatung ersetzen. Ich beziehe mich hier nicht auf spezielle Modelle der beiden Hersteller. Dafür haben Microsoft und Apple mittlerweile zu viele verschiedene Tablet-Varianten für unterschiedliche Ansprüche im Angebot.

Stattdessen gehe ich im Artikel auf grundsätzliche Unterschiede der beiden Geräteklassen iPad und Surface ein – immer mit Blick auf die Anforderungen von Lehrkräften in der Schule.

Das Wichtigste: Fast alle Tools und Dienste in Microsoft 365 Education lassen sich sowohl auf dem iPad als auch auf jedem Surface nutzen – mindestens online im Browser. Viele davon gibt es auch als Apps und Programme für iPadOS bzw. Windows. Hier liegen die Unterschiede im Detail, zum Beispiel bei bestimmten Funktionen. 📙 In meinem Praxishandbuch lernst Du das Software-Paket und seine Möglichkeiten für digitalen Unterricht ausführlich kennen.

Und: Android-Tablets und Chromebooks von Google lasse ich hier bewusst außen vor. Anders als in anderen Ländern sind sie an deutschen Schulen offenbar nur eine Randerscheinung und werden selten als ernstzunehmenden Dienstgeräte beschafft.


Online-Umfrage bei Facebook, Instagram und Twitter

Es hat offenbar eine weltweite Pandemie gebraucht und dann nochmal viele Monate gedauert: Mittlerweile haben viele Lehrer*innen tatsächlich ein 👉🏻 Dienstgerät für Schule und Unterricht erhalten. Einige durften sogar wählen – meist zwischen dem günstigsten iPad und einem kleinem Windows-Laptop. Auch die Surface-Tablets von Microsoft wurden von manchen Schulen und Landkreisen haufenweise angeschafft. Wer Glück hatte, bekam zu seinem Tablet noch einen digitalen Stift und/oder eine passende Tasche dazu.

Deshalb habe ich zunächst meine wachsende Online-Community gefragt: „Welches ist das bessere Dienstgerät für Lehrer?“ – Mehrere hundert Menschen haben sich insgesamt an der Umfrage bei 🌍 Facebook, 🌍 Instagram und 🌍 Twitter beteiligt. Die Ergebnisse sind natürlich nicht repräsentativ. Sie zeigen aber, dass es wie erwartet zwei Lager gibt.

Online-Umfrage bei Instagram
Online-Umfrage bei Instagram

Das spiegelt sich auch in den dazugehörigen 🌍 Kommentaren bei Facebook und Twitter wider: Die einen feiern ihr iPad als zuverlässigen mobilen Begleiter, der im Unterricht leicht zu bedienen ist. Die anderen schwören aufs Surface als vollwertiges Arbeitsgerät, das im Lehrerleben vielseitig zum Einsatz kommt.

In den folgenden Abschnitten findest Du die zusammengefassten Erfahrungen und Meinungen aus der Online-Community. Ich versuche, die Vorteile und Nachteile der Tablets ausgewogen zu sortieren und verständlich zu beschreiben – inklusive meiner persönlichen Einschätzung. So kannst Du Dir ein eigenes Bild machen und selbst noch besser entscheiden, ob ein iPad oder ein Surface das bessere Dienstgerät für Dich ist.


Apple iPad für Lehrer: Populär – mit Einschränkungen!

Apple bietet das iPad in verschiedenen Varianten an. Die leistungsfähigen und teuren Modelle iPad Pro und iPad Air schaffen selten den Weg in die Schulen. Auch das kleinere iPad Mini setzt sich trotz seiner handlichen Größe nicht als mobiler Begleiter im Unterricht durch.

Das 🛒 Standard-iPad* ist dagegen das meist bestellte Dienstgerät für deutsche Lehrkräfte. Das hat sicher auch mit dem vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis zu tun: Das Basis-Modell mit 10-Zoll-Bildschirm und 64 GB Speicherplatz kostet weniger als 400 Euro.

Alle Schul- und Office-Apps laufen darauf flüssig. Mit passender Tastaturhülle wird das iPad zum kleinen Laptop-Ersatz. Dank 🛒 Apple Pencil* und einer App wie 👉🏻 OneNote wird das Tablet zum digitalen Notizbuch.

Welche Vorteile hat ein iPad für Lehrer?

  • Viele Lehrer*innen – gerade Technik-Einsteiger – schätzen die einfache Bedienung. Das Betriebssystem iPadOS und seine Benutzeroberfläche sind ziemlich perfekt aufs Tablet abgestimmt. Man braucht nur wenig Einarbeitung, um das iPad in der Praxis nutzen können.
  • Der Akku des iPad sollte ausreichen, um Dich durch den Schulalltag zu bringen. Laut Erfahrungsberichten erscheint eine Akkulaufzeit von mindestens 8 Stunden realistisch zu sein.
  • Apple bietet in seinem App Store eine riesige Auswahl an Tools und Programmen – weit mehr als der Microsoft Store für Windows. Lehrende werden für so ziemlich jedes Fach und jeden Zweck fündig. Viele der Apps kannst Du sogar kostenlos herunterladen und auf dem iPad installieren. Übrigens: Wie Du die mobilen Microsoft-Apps für Schule und Unterricht nutzt, erkläre ich Dir 📙 in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“.
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Welche Nachteile hat ein iPad für Lehrer?

  • Der größte Kritikpunkt kommt von den Lehrer*innen selbst: Zwar sei das iPad ein handliches Tablet für die Schule. Als alleiniges Dienstgerät tauge es aber nicht – auch nicht mit 🛒 zusätzlicher Tastatur*. Dafür sei das Display zu klein, viele Apps zu reduziert und unflexibel. Für die Unterrichtsvorbereitung nutzen die meisten deshalb zu Hause noch einen stationären Computer mit großem Bildschirm, den sie eben doch privat anschaffen und bezahlen müssen
  • Die Entscheidung für ein iPad bindet Dich immer auch ein Stück an den Hersteller Apple. Wer das Tablet sinnvoll nutzen möchte, kommt um den App Store und die iCloud-Anbindung nicht herum. Für den Zutritt in dieses geschlossene System brauchst Du zwingend ein Benutzerkonto bei Apple. Mich wundert ja, dass die 👉🏻 sonst so hellhörigen Datenschützer den Siegeszug der iPads an Schulen allein deshalb nicht längst ausbremsen.

Meine Meinung:

Ich finde, dass das iPad ist ein gut geeignetes Dienstgerät für Dich ist, …

  • … wenn Du bereits andere Apple-Geräte wie ein 🛒 MacBook* oder einen iMac nutzt. Im Zusammenspiel ist das iPad als Tablet dann eine gute Ergänzung, auch weil der Austausch von Daten, Dateien und Einstellungen leichter ist.
  • … wenn Du technisch so versiert bist, dass Du Dir den Dateiaustausch zwischen iPad und eigenem PC zutraust und Freude am Ausprobieren hast.
  • … wenn die Software, die Du in der Schule brauchst, auch fürs iPad verfügbar ist. Speziellere Programme – zum Beispiel für Technisches Zeichen oder die Schulorganisation – gibt’s oft nur als PC-Version.

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Microsoft Surface für Lehrer: Vollwertiger PC mit Nachteilen

Das Portfolio der Marke Surface ist in den vergangenen Jahren ebenfalls gewachsen. Im direkter Konkurrenz zum iPad stehen sicherlich das Erfolgsmodell 🛒 Surface Pro* sowie das kleinere Surface Go. Dank separat erhältlicher Ansteck-Tastatur werden die 2-in-1-Tablets von Microsoft zu mobilen Laptops.

Für handschriftliche Notizen und Zeichnungen gibt’s den Surface Pen. Zum Hardware-Konzept gehört auch, dass Du mithilfe einer Docking Station einen größeren Monitor und eine Tastatur anschließen kannst. So wird Dein Surface bei Bedarf in Sekunden zum festen Desktop-PC – ohne irgendwelche Dateien übertragen zu müssen.

Für diesen Blog-Artikel vernachlässige ich die leistungsstarken Varianten Surface Laptop, Surface Book und Surface Studio Laptop mit fester Tastatur. Sie spielen allein wegen der hohen Preise im Schulkontext kaum eine Rolle. In Berlin zum Beispiel wurden Lehrer*innen flächendeckend mit dem mobilen 🛒 Surface Go* ausgestattet, das sonst eher als Schülergerät beworben wird. Beliebter ist in meiner Online-Community das Surface Pro.

Welche Vorteile hat ein Surface für Lehrer?

  • Auf allen Surface-Tablets von Microsoft läuft erwartungsgemäß Windows. Das wird von vielen Lehrenden als vollwertigeres Betriebssystem wahrgenommen. Du kannst damit zum Beispiel alle bekannten Programme darauf installieren, die Du sonst auch in vollem Umfang am PC nutzt.
  • Das Surface hat in der Regel mehr Anschlüsse für weitere Hardware als ein iPad. So kannst Du vorhandenes Zubehör im besten Fall ohne Adapter verwenden. Im Alltag nutze ich auch oft den Kippständer, um das Tablet schnell aufrecht hinzustellen.

Welche Nachteile hat ein Surface für Lehrer?

  • Der größte Vorteil ist für viele ein Nachteil: Windows! Das System hat bei vielen Nutzern immer noch einen schlechten Ruf. Sie sind genervt von häufigen Updates, kryptischen Fehlermeldungen und manchen Zicken im Alltag. Das gilt übrigens nicht nur für die Surface-Reihe von Microsoft, sondern auch für jedes Windows-Gerät anderer Hersteller.
  • Microsoft schafft es trotz vieler Bemühungen nicht, einen attraktiven und umfangreichen App Store anzubieten. Im 👉🏻 Microsoft Store findest Du nur wenige der bekannten und relevanten Apps für Schule und Unterricht. Für Entwickler ist die Plattform offenbar nicht so attraktiv wie der prall gefüllte App Store von Apple oder der Play Store von Google.

Meine Meinung:

Ich finde, dass sich das Surface für Dich als Dienstgerät gut eignet, …

  • … wenn Du mit der Arbeit am Desktop-PC und der Funktionsweise von Windows vertraut bist und Dir die Einarbeitung in ein anderes System sparen willst. Auch Lehrer*innen sind Gewohnheitstiere!
  • … wenn Du in der Schule auf bestimmte Software angewiesen bist oder spezielle Programme nutzen willst, die es nur für den PC gibt. Auch bereits vorhandenes Zubehör wie Drucker und Scanner solltest Du dank Windows weiter nutzen können.
  • … wenn Du mehr Kontrolle über das Betriebssystem, seine Einstellungen und die Bedienung haben willst. Echtes Multitasking mit mehr als zwei offenen Programmfenstern ist unter Windows einfach besser möglich.

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Zusammenfassung: iPad oder Surface für Lehrer?

Welches ist denn nun das bessere Dienstgerät für Lehrer*innen? Meine Antwort lautet wie so oft: „Kommt drauf an!“ – Ob iPad oder Surface: Beides sind tolle und hochwertige Tablets! Du hast hier also hoffentlich keine konkrete Kaufempfehlung von mir erwartet. Stattdessen solltest Du nun ein besseres Gefühl dafür haben, welches Gerät zu Deinem persönlichen Lehreralltag passt.

Auf beiden Tablets kannst Du jedenfalls verschiedene Apps bzw. Programme nutzen und mit einem Stift digital zeichnen. Mit beiden Tablets kannst Du vor der Klasse Inhalte präsentieren und Online-Unterricht per Videokonferenz führen. Beide Tablets dienen Dir mit zusätzlicher Tastatur als Laptop. Die Unterschiede liegen also wirklich im Detail.

Persönliche Ansprüche als Entscheidungshilfe

Nach meiner Beobachtung steht und fällt die Zufriedenheit vieler Lehrkräfte vor allem mit den eigenen Arbeitsweisen, Ansprüchen und Anforderungen an digitalen Unterricht. Ideologische Verfechter gibt es für beide Geräte. In der Sache kommt es darauf an, wie Du das Tablet wirklich nutzen willst:

  • Wer das Tablet als Begleiter sieht, wird mit dem iPad sehr zufrieden sein. Du kannst problemlos digitale Schulbücher und Arbeitsblätter öffnen, Präsentationen vorführen und vieles mehr. Außerdem kannst Du viele Apps für die Schule ausprobieren und brauchst dafür kaum Computer-Kenntnisse. Auch zum gelegentlichen Surfen im Internet und Schreiben von E-Mails sollte das iPad den meisten Lehrer*innen reichen.
  • Wer sich komplett digital aufstellen und jederzeit einen vollwertigen PC dabei haben möchte, ist mit dem Surface von Microsoft sicher besser bedient. Dank Windows und Office kannst Du an umfangreichen Dokumenten und Präsentationen arbeiten. Außerdem hat angebotene Desktop-Software meist mehr Funktionen als die reduzierten Tablet-Apps. Überspitzt formuliert: Das Surface ist weniger „Spielzeug“ und mehr „Arbeits-Computer“.

Ungenutzte Geräte wegen ärgerlicher Beschränkungen

Entscheidend für die Zufriedenheit ist übrigens auch, wie die Dienstgeräte eingerichtet sind und verwaltet werden. Viele Lehrende berichten im Netz, dass sie ihre iPads und Surface-Tablets nur eingeschränkt nutzen können. Manche Funktionen seien gesperrt, Apps und Programme ließen sich nicht selbst installieren.

IT-Verantwortliche begründen diese restriktiven Einstellungen meist mit Datenschutz und Sicherheit. Deshalb liegen offenbar viele der teuer angeschafften Tablets nur als Briefbeschwerer im heimischen Arbeitszimmer herum – egal von welcher Marke. Schade!

Jetzt interessiert mich noch Deine Meinung: Welche Erfahrungen hast Du mit Deinem Dienstgerät gemacht – falls Du überhaupt schon eins erhalten hast? Warum schätzt Du das iPad als Begleiter für die Schule? Wie unterstützt Dich Dein Surface-Tablet im Unterricht? Hast Du ein anderes Dienstgerät erhalten, mit dem Du zufrieden bist? Ich freue mich sehr auf Deine Eindrücke als Kommentar unter diesem Artikel!

Stefan Malter mit Laptop

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8 Gedanken zu „iPad oder Surface: Welches Tablet für Lehrer?“

  1. Danke für die Gegenüberstellung. Ich habe nach Jahren der Nutzung von privaten iPads nun ein Surface Pro als Dienstgerät und halte es nach mehreren Wochen im täglichen Einsatz für das eindeutig schlechtere Tablet, aber für das bessere Notebook. Es ist langsam (Programmwechsel drei Finger nach oben -> elend lange Wartezeit), es frisst zu viel Strom, es ist nicht per USB aufladbar, im Alltag nur mit sehr viel Geduld nutzbar.

    Die unterrichtsrelevanten Office-Apps (hier: OneNote und Teams) laufen auf einem iPad Pro sogar besser und schneller auf meinem Surface.

    Lehrer, die im Lehrerzimmer unbedingt ein vollwertiges Desktop-OS brauchen, fahren mit dem Surface besser. Ich brauche es nicht.

    Antworten
  2. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit einem sehr ähnlichen Thema im Selbstversuch: ich hab zwar ein großes Macbook aber eben auch ein kleines iPad mit Tastatur und Pencil und versuche ALLES nur mit dem iPad zu erledigen.
    Dabei hab ich die – auch für mich – überraschende Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so einfach ist, alles, was ein Tablet kann, auch zu nutzen.
    1. Ich habe etwa ein Monat gebraucht, um viele der Kleinigkeiten zu erlernen, die am PC/Laptop „in Fleisch und Blut“ übergegangen sind: vom Markieren übers Ausbessern bis zum Einfügen von Sonderzeichen. Wer diesen Aufwand nicht investiert bekommt nur einen unvollständigen Eindruck und urteilt entsprechend.
    2. Im möchte den (angeblichen) Einschränkungen, die ich kaum nachvollziehen kann, das gegenüber stellen, was (nur) hier möglich ist. Das Arbeiten mit Handschrift und Stift, das Arbeiten mit den eingebauten Kameras, was beides die Möglichkeiten herkömmlicher Programme wie z.B. Powerpoint oder eben Onenote bzw. entsprechender Äquivalente auf dem iPad sehr stark erweitert. Da spüre ich meinen Pioniergeist…

    Insgesamt ist es tatsächlich nur die Größe, die ich als Einschränkung empfinde (aber als Vorteil beim Herumtragen). Ich spare daher auf ein 13″-Gerät im Herbst.

    Antworten
    • Hallo Herr Klocker-Mark, ganz herzlichen Dank für Ihren spannenden Erfahrungsbericht!

      Mich würde noch interessieren, welche typischen Aufgaben Ihren digitalen Alltag vor allem ausmachen. Geht es hauptsächlich um eher typische kurze Aktionen wie E-Mails schreiben, etwas im Internet recherchieren, kurze Notizen erstellen und an einer Datei feilen? Oder arbeiten Sie an Ihrem Tablet auch mal mehrere Stunden am Stück – zum Beispiel an seitenlangen Dokumenten, aufwändigeren Präsentationen oder umfangreichen Excel-Liste?

      Ich persönlich glaube immer noch, dass die Entscheidung am Ende sehr davon abhängt, in welchem Setting man persönlich arbeitet und auf welche Tools man dabei angewiesen ist.

      Ganz viel Erfolg weiterhin für Ihr Experiment!

      Stefan Malter

      Antworten
      • Hallo Herr Malter,
        zuerst den Dank zurück für Ihren Artikel und ihre Umfragen: auch mein Gesamteindruck ist heterogen — nicht überraschend mit all den Randbedingungen, die hier eine Rolle spielen.

        Zur Frage: ich arbeite – wie bisher – alle Aufgaben am iPad ab: auch längere Texte (wie Blogbeiträge :-), auch Präsentationen für längere Referate; Excel-Tabellen brauch ich nicht mehr so oft, aber mit der letzten bin ich ganz gut zurechtgekommen — es ist halt die Bedienung am Anfang sehr ungewohnt…

        Ich muss mich manchmal schon überwinden, etwas, was ich am Laptop routiniert erledigen könnte, nun mit teilweise ganz anderen Werkzeugen durchzuführen. Aber wie schon erwähnt, stieß ich dabei immer wieder auf raffinierte Lösungen, die meinen bisherigen nicht selten überlegen waren.

        Ein weiteres Beispiel: Lesen am Tablet ist schon unvergleichlich „besser“ als am Laptop, sei es Web oder eBook oder PDF. Mit dem Stift ein paar Dinge markieren… Da rede ich noch gar nicht von Liquid Text/Marginnote.

        Beste Grüße,
        Hermann Klocker-Mark

      • Nochmal herzlichen Dank für Ihre Zeit! Toi toi toi, dass Sie weiter so positive Erfahrungen machen. Im Zweifel gibt es aber ja immer einen Weg zurück… 😉

  3. Ich habe mein Dienstlaptop abgelehnt. Was soll ich mit einem Rechner, wenn keine Software wie MS Office installiert ist. Unser Land bietet nur eine Liste mit Freeware an. Auch bleiben die Administratorenrechte beim Land, d.h. es kann jederzeit von außen auf mein Dienstgerät zugegriffen werden. Somit fällt auch der Einsatz meine privaten Cloud aus, weil dort neben privaten Dingen auch meine dienstlichen Dateien gespeichert sind.. Fazit: mir hilf das alles nicht, zumal das Dienstlaptop erst zu einem Zeitpunkt angeboten wurde, wo sich viele Kollegen durch die Pandemie bereits privat mit Technik eingedeckt haben….

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  4. In einem ähnlichen Vergleich aus dem Bereich kreativer Arbeit kamen wir zum ähnlichen Ergebnis. Im Prinzip sind die Geräte nicht vergleichbar. Auf dem iPad lebt man in einer Welt aus vorproduzierten Apps, auf dem Surface reicht für fast alles das Office-Paket, wenn man ausreichende Computerkenntnisse hat. Mit PowerPoint, Excel, Word, Forms, OneNote, Whiteboard etc. lässt sich alles selbst zurechtschneidern. Die Denke ist anders und damit auch die Nutzung. Digitalen Pioniergeist und digitales Arbeiten lernt man wahrscheinlich eher mit dem Surface, mit dem iPad hat man dagegen viel weniger Probleme. Man könnte auch sagen: bin ich Individualreisender oder bevorzuge ich den problemfreien Cluburlaub?

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