Laptop und Tablet mit Beamer verbinden

Zum Präsentieren im Unterricht nutzen viele Lehrer einen Laptop oder Tablet-PC – als Dienstgerät oder privat angeschafft. Selten sind feste Geräte im Klassenzimmer vorhanden. Der Vorteil: Du hast Präsentationen und Tafelbilder für die Schule immer griffbereit. Was Du vorab zu Hause oder gerade noch im Lehrerzimmer erstellt hast, kannst Du direkt Deiner Klasse zeigen. Dazu musst Du den Schüler*innen natürlich Deinen Bildschirm vorführen können, also Deinen Computer mit einem Beamer* verbinden – vielleicht auch mit einem Smartboard oder Fernseher. So kannst Du Fotos, Videos und PowerPoint-Folien von Deinem Gerät aus im Unterricht vorführen. Mit den richtigen Apps wird es sogar zum digitalen Whiteboard.

In diesem Blog-Artikel erkläre ich Dir, wie Du Deinen Windows-PC mit einem Beamer oder einem anderen Bildschirm verbinden kannst. Du erfährst auch, was Du beim Präsentieren vom Tablet-PC* oder Laptop aus beachten solltest. Viele weitere Tipps rund ums digitale Unterrichten findest Du außerdem in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“.

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Hardware per Kabel verbinden

Zunächst kommt es darauf an, welche Anschlüsse Dein Gerät bietet. Viele Laptops haben an der Seite zum Beispiel einen HDMI-Anschluss oder einen Mini-DisplayPort. Neuere Geräte und viele Tablet-PCs wie das Surface Pro* und das Surface Go* von Microsoft bieten alternativ einen USB-C-Port, um Beamer, Fernseher oder Smartboards anzuschließen.

USB-C-Anschluss am Surface Go
USB-C-Anschluss am Surface Go zum Verbinden mit Beamer & Co.

Die meisten aktuellen Beamer, Fernseher und sonstige Bildschirme haben einen HDMI-Eingang. Darüber werden sowohl Bild als auch Ton übertragen. Bei manchen Beamern in Schulen spielen auch die älteren Anschlüsse VGA und DVI sowie DisplayPort eine Rolle. Für die Verbindung zum jeweiligen Bildschirm brauchst Du ein Kabel mit den richtigen Steckern oder zumindest einen passenden Adapter. Mache Dich unbedingt vorab mit den Voraussetzungen im Klassenraum vertraut und besorge Dir das richtige Kabel für Deinen Laptop* oder Tablet-PC.

Wenn Du mit Deinem Gerät auch mal an anderen Schulen oder Einrichtungen wie Hochschulen unterrichtest, solltest Du eine Auswahl an Adaptern dabei haben und vor allem rechtzeitig vor Deiner Präsentation vor Ort sein, um die Verbindung zu testen. Nichts ist ärgerlicher, als die aufwendig ausgearbeitete Präsentation nicht zeigen zu können und improvisieren zu müssen. Praktisch sind USB-Hubs*, mit denen Du Deinen Laptop oder Tablet-PC um verschiedene Anschlüsse erweitern kannst.


Fazit: Eine Verbindung per Kabel ist schnell und stabil. Du solltest während des Unterrichts keine Verzögerungen bemerken und Deinen Bildschirm einwandfrei live präsentieren können. Passe nur auf, dass Du im Klassenzimmer nicht über das Kabel stolperst!


Kabellose Verbindung zum Bildschirm

Alternativ kann eine kabellose Verbindung sehr praktisch sein. Dann kannst Du Dich frei im Raum bewegen, während Du etwas von Deinem PC aus zeigst. Viele moderne Geräte mit Windows 10 erfüllen die Voraussetzungen für eine Funkverbindung ohne Kabel, meist über den offenen Technologiestandard Miracast. Das klappt auch ohne Internetzugang, direkt von Bildschirm zu Bildschirm. Du brauchst dafür also kein WLAN in der Schule. Alle Surface-Tablets von Microsoft* gehören zum Beispiel zu den Miracast-fähigen Geräten.

Whiteboard-App mit verbundenem Display
Der Tablet-PC ist drahtlos mit dem Smartboard verbunden.

Jetzt kommt es noch darauf an, ob das Smartboard, der Beamer oder der Fernseher in Deiner Schule diese Technologie unterstützt. Du kannst die Funktion sonst auch mit einem Wireless Display Adapter* nachrüsten. So ein Adapter ist klein, handlich und passt als Zubehör in jede Tasche.


Bei statischen Inhalten wie Präsentationen und Tafelbildern sollte die Bildschirm-Übertragung per Funk nahezu reibungslos laufen. Die Drahtlos-Verbindung hat aber auch Nachteile: Sie kann manchmal abbrechen, sodass Du Deinen Rechner (PC, Laptop bzw. Tablet) eventuell mitten im Unterricht erneut mit dem Bildschirm verbinden musst. Bei großen Videodateien und aufwendigen Animationen kann das Abspielen außerdem ins Stocken geraten. Für diese Zwecke solltest Du also lieber ein Kabel nutzen.

Verbinden in Windows 10, Wiedergeben in Windows 11

Es braucht nur wenige Klicks, um Deinen Laptop oder Windows-PC per Funk mit einem zusätzlichen Bildschirm zu verbinden. Starte den Vorgang mit der Tastenkombination Windows + K. Alternativ kannst Du im Info-Center von Windows 10 rechts unten auf Verbinden klicken. Wiedergeben heißt die Schaltfläche im Infobereich von Windows 11. Eventuell musst Du sie dort einmalig als Button ablegen.

In einem neuen Fenster sollten nach kurzer Zeit entweder Dein Monitor oder der angeschlossene Adapter als Verfügbare Anzeige erscheinen. Wenn Du diese Auswahl bestätigst, siehst Du ein paar Sekunden später Dein PC-Display parallel auch auf dem großen Screen.

Wiedergeben in Windows 11
Verbinden mit drahtloser Anzeige

Bei Smartboards mit Touchdisplay gibt es noch eine Besonderheit: Wenn ein kompatibles Gerät erkannt wird, erscheint unter Verbinden eine zusätzliche Einstellung: Maus, Tastatur, Fingereingabe und Stifteingabe auf diesem Gerät zulassen. So kannst Du Windows und alle Apps auch vom großen Bildschirm aus steuern, also zum Beispiel Tafelbilder direkt auf dem Smartboard-Display beschriften, Dateien per Fingertipp öffnen oder Präsentationen per Hand weiterblättern. Davon profitierst Du zum Beispiel, wenn Du die kostenlose Whiteboard-App von Microsoft nutzt, die ich Dir in diesem Blog schon vorgestellt habe.

Sobald Dein Gerät mit dem Beamer, Smartboard oder Fernseher verbunden ist – egal ob per Kabel oder drahtlos –, kannst Du einen passenden Anzeige-Modus auswählen: Sollen zum Beispiel beide Bildschirme dasselbe anzeigen oder möchtest Du sie mit unterschiedlichen Inhalten bespielen? Welche Optionen Dir Windows fürs Projizieren mit mehreren Displays bietet, erkläre ich Dir in meinem Handbuch „Windows 11 für Einsteiger und Umsteiger“.

Windows 11 für Einsteiger und Umsteiger - Hinweis im Blog aufs neue Buch

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