Surface Go 3: Neues Mini-Tablet für Schulen

Microsoft hat heute das Surface Go 3* vorgestellt – wenn auch nur kurz und im Schatten anderer Geräte. Das kleine Tablet wird auch wieder als flexibler Begleiter für zu Hause angepriesen. Es soll aber auch wieder Schulen und Bildungseinrichtungen ansprechen. Mit Ansteck-Tastatur, digitalem Stift und Windows 11 als vollwertigem Betriebssystem wird das Gerät zum handlichen Laptop. Weiterhin steht das Surface Go 3 in direkter Konkurrenz zum iPad von Apple*, das viele Lehrer als Dienstgerät nutzen. Wie schlägt sich das neue Modell wohl im Vergleich zum Vorgänger? Konnte Microsoft das neue Mini-Tablet entscheidend verbessern?

Vorab solltest Du wissen, dass auf dem Surface Go 3 das neue Betriebssystem Windows 11 vorinstalliert ist. Was Du über die neuen Funktionen wissen solltest, erfährst Du in meinem Handbuch „Windows 11 für Einsteiger und Umsteiger“ – auch als E-Book erhältlich!

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Neuer Prozessor, größerer Arbeitsspeicher im Surface Go 3

Die neue Version des Surface Go hat sich äußerlich nicht verändert. Maße, Gewicht und Displaygröße sind quasi gleich. Vorab hatte auch niemand mit einem neuen Design gerechnet. Der Vorteil: Vorhandenes Zubehör wie die Type Cover* und angeschaffte Schutzhüllen bleibt kompatibel. Im Gegensatz zum größeren Surface Pro ist das kleine Tablet weiterhin gut mit einer Hand zu halten, zum Beispiel wenn Du Dich damit durchs Klassenzimmer bewegst.


Die Standard-Version des Vorgängers hatte nur 4 GB Arbeitsspeicher und einen eher schwachbrüstigen Prozessor. Die reduzierte Leistung war der größte Schwachpunkt und Nervfaktor des Surface Go 2. In meinem damaligen Test habe ich mit den endlos dauernden Windows Updates gekämpft. Einige Lehrer ärgern sich im Internet regelmäßig darüber, dass der kleine Tablet-PC beim Multitasking schnell überfordert ist und flüssiges Arbeiten ausbremst. Ich selbst nutze mittlerweile ein Surface Go 2 mit 8 GB RAM und habe diese Probleme glücklicherweise im Alltag kaum.

Unverständlich, dass Microsoft hier nicht grundsätzlich nachbessert: Das neue Surface Go 3* gibt es als günstigste Standardversion ebenfalls noch mit 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz voraussichtlich ab 439, – Euro. Wer mehr Leistung und Speicher möchte, zahlt natürlich einen Aufpreis. Beim Prozessor setzen die Entwickler auf den Pentium Gold 6500Y. Der Prozessor verspricht bis zu 60 Prozent mehr Leistung. Unabhängige Hardware-Tests müssen noch zeigen, wie gut die neuen Innereien ihren Job wirklich machen und ob sie für den reibungslosen Schulalltag ausreichen. Immerhin kommen die Modelle nach wie vor ohne Lüfter aus.

Übrigens: Wie Du die verschiedenen Microsoft-Apps und -Programme sinnvoll in Schule und Unterricht einsetzt, erkläre ich Dir mit vielen Beispielen in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“.

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Windows 11 auf dem Surface Go 3

Auch das war bereits erwartet worden: Auf dem Surface Go 3 ist schon Windows 11 vorinstalliert, das offiziell erst ab Oktober zur Verfügung steht. Obwohl die Rechenleistung des Mini-Tablets ja immer noch bescheiden ausfällt, soll das neue Betriebssystem darauf flüssig laufen. Das verwundert ein bisschen, weil Microsoft die Installation von Windows 11 für viele ältere und trotzdem noch flotte PCs nicht empfiehlt.

Surface Go 3 frontal
Das Surface Go 3 sieht aus wie sein Vorgänger.

Übrigens: Windows 11 enthält zahlreiche neue Features, aber natürlich auch viele bewährte Funktionen. Damit Du Dich in dem neuen Betriebssystem schnell zurechtfindest, empfehle ich Dir mein neues Praxishandbuch „Windows 11 für Einsteiger und Umsteiger“ mit vielen Tipps für den produktiven PC-Alltag.

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Darüber hinaus gab’s bei der heutigen Veröffentlichung des Surface Go 3* keine nennenswerten Überraschungen mehr: Das Display hat weiterhin eine FullHD-Auflösung. Hinter dem Klappständer gibt’s immer noch einen Speicherkarten-Slot für eine microSD-Karte. Mit Mikrofon, Lautsprecher und Webcam sind Online-Unterricht und Videokonferenzen per Microsoft Teams möglich.

Für mehr Geld gibt’s das Surface Go 3 demnächst auch mit LTE für mobiles Internet. Darüber freut sich jeder, der in der Schule kein Internet nutzen kann oder oft unterwegs damit arbeitet. Kaum relevant dürfte für den Schulalltag sein, dass das WLAN-Modul ein Upgrade spendiert bekommt – von Wi-Fi 5 (ac) auf Wi-Fi 6 (ax).


Wie sieht’s mit der Akkulaufzeit aus? Bei den offiziellen Angaben bin ich mittlerweile sehr skeptisch, auch weil ich als Multitasking-Arbeiter meist viele Programmfenster parallel offen habe. So komme ich im Alltag nicht ansatzweise an die versprochenen Werte. Das Surface Go 3 soll jedenfalls bis zu 11 Stunden durchhalten – mutmaßlich bei gemäßigter Nutzung.


Fazit: Lohnt sich das Surface Go 3 für Lehrer und/oder Schüler?

Ohne das Gerät selbst getestet zu haben: Wer ein Mini-Tablet mit vollwertigem Betriebssystem sucht, macht mit dem Surface Go 3 sicher nichts falsch. Auch das neue Modell spielt seine Stärken aber erst aus, wenn Du es mit Type Cover* als Tastatur und dem Surface Pen* als digitalem Stift nutzt.

Wer bereits mit dem Vorgänger arbeitet, muss aber aus meiner Sicht nicht über einen Kauf nachdenken. Ich sehe das Surface Go auch generell mehr als zusätzliches mobiles Gerät zu einem stationären Computer. Alternativ kann das kleine Tablet mit dem Surface Dock* und einem Monitor sogar zum Desktop-PC werden.


Als Schüler-PC kann ich mir das Surface Go 3* wunderbar vorstellen: Es passt in jeden Rucksack und taugt dank Windows 11 sowie der passenden Software für so ziemlich alle Aufgaben im Unterricht. Außerdem können Schüler sich kreativ austoben: Das kleine Microsoft-Tablet kommt auch mit Zeichenprogrammen und einfachem Videoschnitt gut klar.

Lehrer werden die handliche Größe lieben, wenn sie Arbeitsblätter und Notizen auf dem Surface Go 3 im Unterricht nutzen. Sie können sich mit dem Tablet in einer Hand frei im Klassenzimmer bewegen. Das bekanntere, beliebtere und kräftigere Surface Pro* ist dafür nach meiner Erfahrung eine Spur zu groß und zu schwer.

Wie Du auf so einem Gerät sinnvoll Dateien speicherst und die zahlreichen Apps für Schule und Unterricht nutzt, erfährst Du in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“. Darin verrate ich Dir auch, von welchen Einstellungen Lehrende profitieren können und wie sie häufige Probleme mit Windows selbst beheben.

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