Windows 10 einrichten: Anleitung für PC

Windows 10 ist das Betriebssystem, das auf Deinem PC vorinstalliert sein sollte. Es gehört auch zum Umfang von Microsoft 365 Education. Vielleicht hast Du einen neuen Computer – egal, ob Du ihn als Lehrkraft privat angeschafft oder von der Schule gestellt bekommen hast. Wenn Du Dein Gerät zum ersten Mal einschaltest oder es aus technischen Gründen zurücksetzen musstest, musst Du Windows 10 einmalig einrichten. Dabei kannst Du diverse Funktionen an Deine Bedürfnisse anpassen.

In diesem Blog-Artikel schaffen wir alle Voraussetzungen dafür, dass Windows 10 für den Praxiseinsatz startklar ist. Ich führe Dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung, damit Du alle Handgriffe am Bildschirm selbst nachvollziehen kannst. Außerdem ergänze ich Hinweise, die besonders für Lehrende oder den Einsatz in Schule und Unterricht wichtig sein könnten.

Du musst dabei einige Entscheidungen treffen, deren Konsequenzen Du zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht noch nicht einschätzen kannst. Keine Deiner Entscheidungen triffst Du endgültig. Du kannst alle Einstellungen später wieder ändern.


Vorbereitungen für die Einrichtung von Windows 10

Bevor Du mit dem Einrichten von Windows 10 beginnst, sollte das Gerät am Stromnetz angeschlossen oder zumindest – wenn es sich um einen Laptop oder Tablet-PC handelt – möglichst voll aufgeladen sein. Bei Windows-Tablets wie dem verbreiteten Microsoft Surface* muss die Tastatur nicht zwingend angedockt sein. Du kannst die Einrichtung auch komplett am Touchscreen durchführen. Der Prozess sollte auf allen Geräten nahezu gleich ablaufen.

Die folgenden Schritte solltest Du auf dem Bildschirm nachvollziehen können. Eventuell ändert Microsoft den Prozess bei neuen Windows-Versionen. Wenn also einzelne Punkte von dieser Anleitung abweichen oder in einer anderen Reihenfolge angezeigt werden, helfen Dir die Texte auf dem Bildschirm erfahrungsgemäß immer weiter. Für die erste Einrichtung von Windows 10 solltest Du mindestens (!) eine halbe Stunde einplanen – je nach Geräteleistung auch länger.


Los geht’s! – Windows Schritt für Schritt einrichten

Schalte Deinen PC mit dem Power Button ein. Nach kurzer Zeit erscheint auf dem Bildschirm eine blaue Tafel mit dem Hinweis »Einen Moment bitte…«. Das System braucht dann ein paar Sekunden, um den Einrichtungsvorgang zu starten.

  • Windows 10 fragt Dich zuerst, ob Du in der bereits ausgewählten Sprache fortfahren möchtest. Sollte Deutsch nicht vorausgewählt sein, kannst Du durch die verfügbaren Sprachen blättern. Wähle Deine bevorzugte Sprache und bestätige die Auswahl.
  • Nun meldet sich Cortana mit einigen Erklärungen. Cortana ist die integrierte Sprachassistentin von Microsoft. Sie führt mit ihrer Stimme durch die weiteren Einstellungen. Gerade beim ersten Einrichten empfehle ich Dir, gut zuzuhören und mitzulesen. Alternativ kannst Du den Ton aber auch abschalten.
  • »Zuerst die Region. Ist sie richtig?«Cortana will wissen, in welchem Land Du Deinen Windows-PC nutzt. Diese Einstellung hat zum Beispiel Einfluss auf die Tastaturbelegung, auf die Anzeige von Uhrzeit und Maßeinheiten sowie auf angebotene Apps, die unter Umständen nur im deutschsprachigen Raum verfügbar sind.
  • Wähle das Tastatur-Layout aus, das Du ab sofort nutzen möchtest. Computertasten sind in vielen Ländern unterschiedlich belegt. Die Einstellung Deutsch sollte Deiner hierzulande gekauften Tastatur* entsprechen. Auf Tablet-PCs passt sich auch das Layout der Bildschirmtastatur an.
  • Bei Bedarf kannst Du ein weiteres Tastaturlayout hinzufügen. Das ist zum Beispiel für Lehrkräfte sinnvoll, die Fremdsprachen wie Französisch oder Spanisch unterrichten. Sie haben dann bestimmte Sonderzeichen beim Tippen griffbereit. In Windows 10 kannst Du später mit nur zwei Klicks zwischen den Tastenbelegungen der Sprachen wechseln. Falls Du kein weiteres Tastaturlayout benötigst, überspringst Du die Auswahl.

  • Wenn Dein PC grundsätzlich per Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden ist, spielt der nächste Schritt für Dich keine Rolle. Laptops und Tablet-PCs wiederum kannst Du nun mit einem verfügbaren WLAN verbinden. Wähle das gewünschte Netzwerk in der Liste aus und gib das dazugehörige Passwort ein. Dank Internetverbindung profitierst Du so schon beim Einrichten von aktuellen Updates und sparst später Zeit ein. Wenn Du gerade kein WLAN-Netz in der Umgebung hast, kannst Du diesen Schritt Überspringen und später nachholen.
  • Als Nächstes möchte Windows 10 von Dir wissen, ob Dein Computer im soeben verbundenen Netzwerk gefunden werden darf. Zu Hause kannst Du zum Beispiel Dateien zwischen Deinem Computer und anderen verbundenen Geräten in Deinem Heimnetz austauschen oder einen geeigneten Drucker im Netzwerk* kabellos ansteuern. In der Schule oder in einem Café möchtest Du aber vermutlich vermeiden, dass andere Menschen auf Dein Gerät zugreifen können. Deine Entscheidung sollte also davon abhängen, an welchem Ort bzw. in welchem WLAN-Netzwerk Du Dein Gerät gerade nutzt. Windows 10 merkt sich die unterschiedlichen Einstellungen für jedes einzelne Netzwerk.

Nun braucht Windows 10 ein bisschen Zeit, um sich mit dem Internet zu verbinden und Deine bisherigen Entscheidungen umzusetzen. In der Regel macht das System dafür automatisch einen Neustart. Danach meldet sich Dein Computer mit weiteren Fragen zurück.

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Windows 10 mit Microsoft-Konto verbinden

  • Der dickste Brocken kommt jetzt: Auf dem Bildschirm erscheint der Windows 10-Lizenzvertrag. Das sind die unvermeidlichen Nutzungsbedingungen für das Betriebssystem. Du kannst Windows 10 nur nutzen, wenn Du die Bedingungen der Firma Microsoft annimmst. Solche Hinweise kennst Du sicher schon von anderen Geräten wie Deinem Smartphone oder Internetdiensten wie Google und YouTube.
    Erfahrungsgemäß lesen sich nur die wenigsten Menschen solche Lizenzverträge komplett durch. Vielleicht möchtest Du den Text zumindest aus Interesse mal überfliegen. Ich weiß, dass man die vielen Bedingungen als kritisch denkender Mensch nur widerwillig akzeptiert. Gleichzeitig verstehe ich, dass sich ein Konzern wie Microsoft in einigen Punkten rechtlich absichern muss. Über den Sinn und Unsinn solcher Lizenzverträge mit ihren für Laien kaum verständlichen Formulierungen könnte man mindestens einen weiteren Blog schreiben.
  • Im nächsten Schritt sollst Du entscheiden, ob Du das Gerät für die persönliche Verwendung einrichtest oder für eine Einrichtung oder Firma nutzt. Einfacher formuliert: Ist das Gerät vorrangig Dein privater PC oder gehört er Deiner Schule, Hochschule oder Bildungseinrichtung?
  • Ein neuer Bildschirm erscheint. Du kannst Dich nun Bei Microsoft anmelden. Dazu solltest Du wissen: Mit einem Benutzerkonto bei Microsoft kannst Du einige praktische Funktionen nutzen, zum Beispiel den kostenlosen Cloud-Speicher OneDrive oder das Synchronisieren Deiner PC- und App-Einstellungen über mehrere Geräte hinweg. Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten:
    • Wenn Du einen Dienst-Laptop oder ein Dienst-Tablet nutzt, kannst Du Dich hier mit Deinem bereits eingerichteten Benutzerkonto samt selbst festgelegtem Kennwort anmelden. Windows 10 verbindet Dich dann mit Microsoft 365, sodass Du in Kürze auf die Informationen im Schulportal zugreifen kannst.
    • Auf einem privat angeschafften Computer kannst Du Dich – falls vorhanden – auch mit einem bestehenden Microsoft-Konto für Privatpersonen anmelden. So ein Konto hast Du vielleicht schon, weil Du Outlook.com als Mail-Anbieter nutzt oder Windows 10 früher schon mal selbst eingerichtet hast. Sie kannst Dich später zusätzlich mit Microsoft 365 verbinden und dann ebenso auf das Schulportal zugreifen.
    • Wenn Du noch kein Microsoft-Konto hast, kannst Du an dieser Stelle ein neues Konto erstellen. Der Registrierungsprozess ist einfach. Du profitierst dann in Kürze auch von den oben beschriebenen Vorteilen.
    • Wenn Du aus Prinzip kein Microsoft-Konto nutzen möchtest, kannst Du alternativ ein Offline-Konto erstellen, das nur auf diesem PC angelegt wird und genutzt werden kann. Bei einer etwaigen Neuinstallation oder einem Computerwechsel gehen Einstellungen dann allerdings verloren, und Dateien müssen aufwendiger gesichert und übertragen werden.
  • Falls Dein Computer mit einer Infrarotkamera ausgestattet ist, kannst Du im nächsten Schritt die Gesichtserkennung einrichten. Diese Funktion kommt Dir vielleicht ein bisschen unheimlich vor. Tatsächlich geht es um Sicherheit und Komfort: Du brauchst nicht jedes Mal Dein Passwort einzugeben, um Dich bei Windows 10 anzumelden. Stattdessen erkennt die eingebaute Kamera Dein Gesicht automatisch – im besten Fall sogar im Dunkeln. Auch viele Tablet-PCs beherrschen mittlerweile diese praktische Funktion mit dem Namen Windows Hello. Die Funktionsweise ist beeindruckend. Du musst sie nur einmalig einrichten und dafür den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Später kannst Du die Gesichtserkennung in den Einstellungen auch wieder abschalten, wenn Du darauf verzichten möchtest.
  • Zusätzlich bittet Dich Windows 10 noch darum, eine PIN (Ziffernfolge) zu erstellen. Das ist eine weitere Option für die schnelle Anmeldung am PC, zum Beispiel wenn die Gesichtserkennung doch mal versagen sollte. Zur Sicherheit musst Du die gewünschte PIN beim Festlegen zweimal eingeben. Mit der PIN klappt das Anmelden am Betriebssystem erfahrungsgemäß schneller als mit Deinem langen Originalkennwort.

Übrigens: Alle Praxis-Tipps und Anleitungen auf dieser Website stelle ich kostenlos zur Verfügung. In diesem Blog-Projekt steckt viel Arbeit, Zeit und Herzblut. Vielleicht magst Du mir dafür ja mal einen Kaffee spendieren … ☕😉

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Weitere Funktionen und Einstellungen in Windows 10

Du hast es bald geschafft! Die weiteren Einstellungen und Funktionen von Windows 10 sind optional. Trotzdem können sie im Alltag praktisch sein.

  • Das Erkennen von gesprochener Sprache funktioniert erstaunlich gut, etwa beim Diktieren von Texten oder den Funktionen für Barrierefreiheit. Dazu musst Du Windows 10 die Spracherkennung grundsätzlich erlauben.
  • Darf Windows 10 Deinen aktuellen Standort verwenden? Die Standorterkennung ermöglicht es Dir zum Beispiel, das Wetter in Deiner Stadt anzeigen zu lassen oder Routenplaner-Apps sinnvoll zu nutzen. Wer seinen Laptop* oder Tablet-PC mobil nutzt und viel unterwegs ist, profitiert von der Standorterkennung natürlich besonders. Manche Nutzer fühlen sich bei dieser Einstellung aber ausspioniert.
  • Die nächste Funktion heißt Mein Gerät suchen. Stelle Dir die folgende Situation vor: Du findest Deinen Laptop plötzlich nicht mehr. Du weißt nicht, ob Du Dein Gerät zu Hause vergessen hast, ob es noch draußen im Auto liegt oder ob es sicher im Lehrerzimmer auf Dich wartet. Jetzt bist Du vermutlich dankbar, wenn Du Deinen PC und den letzten verfügbaren Standort sehen kannst.

    Sollte später der Fall eintreten, dass Du Dein Gerät suchen musst, dann kannst Du das in jedem Internetbrowser unter der folgenden Adresse tun:

    https://account.microsoft.com/devices/

    Melde Dich dort mit Deinem Microsoft-Konto an. Unter Sicherheit und Schutz kannst Du den zuletzt verfügbaren Standort anzeigen lassen und das Gerät bei Bedarf auch aus der Ferne sperren.
Gerät suchen mit Windows 10
„Mein Gerät suchen“
  • Windows 10 ist ein komplexes Betriebssystem. Die Entwickler von Microsoft wollen es kontinuierlich verbessern und gefundene Fehler beheben. Deshalb möchten sie gerne Diagnosedaten von Deinem Computer gesendet bekommen, die Dein Nutzerverhalten dokumentieren. Du kannst nun entscheiden, ob Du Deine vollständigen Daten zur Verfügung stellst oder ob nur grundlegende Informationen gesendet werden sollen. Komplett kannst Du den Versand von Diagnosedaten leider nicht ohne Weiteres unterbinden. Microsoft sichert zu, diese Informationen nur anonymisiert auszuwerten und ohne Zugriff auf persönliche Daten zu nutzen.
  • Freihand- und Eingabeerkennung verbessern heißt der nächste Schritt bei der Einrichtung. Vielleicht willst Du einen digitalen Stift für handschriftliche Notizen* nutzen. Windows 10 kann Deine Notizen auf dem Bildschirm erkennen und in getippten Text umwandeln. Dafür ist es notwendig, Deine Handschrift zu analysieren und auszuwerten. Entscheide hier, ob Du damit einverstanden bist. Die Funktion kann im Arbeitsalltag viel Zeit sparen.
  • Darf Microsoft Dein Nutzerverhalten auswerten, um personalisierte Werbeanzeigen und App-Empfehlungen einzublenden? Was Du wissen solltest: Die Anzahl der Anzeigen in Windows 10 bleibt in jedem Fall gleich – egal wie Du Dich hier entscheidest. Die Einblendungen sind im besten Fall relevanter für Dich. Bislang halten sich werbliche Hinweise im Betriebssystem glücklicherweise sehr in Grenzen.
  • Du kannst Deinen Windows-PC mit Deinem Smartphone* verbinden. So erhältst Du zum Beispiel Benachrichtigungen auf beiden Geräten und musst nicht ständig zum Handy greifen. Außerdem kannst Du Fotos vom Smartphone schneller auf den Computer übertragen. Windows 10 sendet Dir auf Wunsch den Link zur dazugehörigen App per SMS. Du kannst diesen Schritt also Später erledigen.
  • Mit Deinem Microsoft-Konto kannst Du die integrierte Cloud OneDrive nutzen, um Dateien online zu speichern und mit anderen Geräten zu synchronisieren. Du kannst die Cloud nachträglich noch einrichten und dabei den genauen Speicherort auf der Festplatte festlegen. Deshalb empfehle ich Dir, den Schritt an dieser Stelle zu überspringen. Eine ausführliche Anleitung zu OneDrive findest Du in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“.
  • Fast geschafft: Möchtest Du Cortana als Sprachassistentin nutzen? Zu Beginn der Einrichtung hast Du die Stimme schon kennengelernt. Tatsächlich sind die brauchbaren Funktionen überschaubar. Manchmal ist es vielleicht praktisch, den aktuellen Wetterbericht schnell vorgelesen zu bekommen, eine Information aus dem Internet abzufragen oder einen Termin im Kalender zu erstellen – einfach nur mit Sprachbefehlen über ein eingebautes oder externes Mikrofon*. Entscheide selbst, ob Du Cortana ausprobieren möchtest.

Einrichtung von Windows 10 fertigstellen

Das war die letzte Entscheidung zum Einrichten Deiner Windows-Installation. Um die letzten Schritte kümmert sich Dein PC nun automatisch. Nach einem Neustart und einer kurzen Wartezeit solltest Du Dich mit Deinen Benutzerdaten und Deiner zuvor festgelegten Anmelde-Methode (Kennwort, Gesichtserkennung oder PIN) an Deinem Computer anmelden können. Kurz darauf begrüßt Dich Windows 10 frisch eingerichtet und mit einem ziemlich leeren Desktop.

Desktop in Windows 10
Desktop in Windows 10

Wie kannst Du Windows 10 noch weiter an Deine Bedürfnisse anpassen? Welche Einstellungen solltest Du kennen? Wie installierst und nutzt Du Apps und Programme? Diese und viele weitere Tipps findest Du in meinem Praxishandbuch „Microsoft 365 Education“.

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